Häufige Klischees, die man in Essays vermeiden sollte
Was sind Klischees beim Schreiben von Essays?
Häufige Klischees, die man in Essays vermeiden sollte, sind überstrapazierte Ausdrücke, die aufgrund ständiger Wiederholung ihre Wirkung verloren haben. Diese Phrasen, wie „kurz gesagt“ oder „am Ende des Tages“, schwächen Ihren akademischen Ton und deuten auf einen Mangel an origineller Analyse hin. Der Ersatz durch präzise, wörtliche Sprache verbessert die Klarheit und Autorität.
Gängige Klischees und akademischer Ersatz
| Überstrapaziertes Klischee | Akademischer Ersatz |
|---|---|
| Kurz gesagt / In einer Nußschale | Zusammenfassend / Abschließend |
| Am Ende des Tages | Letztendlich / Schließlich |
| Über den Tellerrand schauen | Innovativ vorgehen / Kreative Problemlösung |
| Auf Regen folgt Sonnenschein | Trotz dieser Herausforderungen / Ein positives Ergebnis |
| In der heutigen Zeit | Derzeit / Im 21. Jahrhundert |
| Taten sagen mehr als Worte | Empirische Belege deuten darauf hin / Demonstriertes Verhalten |
| Die Zeit wird es zeigen | Die langfristigen Auswirkungen bleiben ungewiss |
| Zu guter Letzt | Schließlich / Zusätzlich |
Kategorien von Klischees, die entfernt werden sollten
Die meisten Klischees in Studenten-Essays lassen sich in drei Kategorien einteilen. Das Erkennen dieser Muster hilft bei der Überarbeitung Ihrer Entwürfe:
- Zeitliche Klischees: Phrasen wie „seit Anbeginn der Zeit“ oder „im Laufe der Geschichte“ sind meist hyperbolisch und faktisch ungenau. Seien Sie spezifisch bezüglich des Zeitraums, den Sie besprechen.
- Metaphorische Klischees: Ausdrücke wie „die Spitze des Eisbergs“ oder „ein zweischneidiges Schwert“ sind für die akademische Analyse zu vage. Verwenden Sie wörtliche Beschreibungen der Komplexität oder der damit verbundenen Risiken.
- Übergangsklischees: Wörter wie „unnötig zu erwähnen“ oder „es versteht sich von selbst“ sind redundant. Wenn etwas wirklich selbstverständlich ist, müssen Sie es gar nicht erst schreiben.
Beispiel: Klischees für mehr Klarheit überarbeiten
**Schwach (voller Klischees):** „In der heutigen Zeit ist es eine **ausgemachte Sache**, dass Technologie für Studenten ein **zweischneidiges Schwert** ist.“ **Stark (akademisch):** „Derzeit erkennen Forscher an, dass Technologie für Studierende sowohl Bildungsvorteile als auch erhebliche Ablenkungen bietet.“
Strategie zum Entfernen von Klischees
Verwenden Sie die Suchfunktion (Strg+F oder Cmd+F) in Ihrem Dokument, um nach Wörtern wie „Sache“, „Ding“ oder „sehr“ zu suchen. Diese verstecken sich oft in der Nähe von Klischees. Wenn Sie eine Phrase finden, die sich wie eine Abkürzung anfühlt, ersetzen Sie sie durch eine wörtliche Beschreibung der Beweise, die Sie präsentieren.
Häufig gestellte Fragen
Klischees signalisieren einen Mangel an originellen Gedanken und präziser Analyse. Sie fungieren als Füllmaterial, das Ihr spezifisches Argument verschleiert und Ihre Arbeit auf Korrektoren unprofessionell oder nachlässig wirken lässt.
Wenn sich eine Phrase sofort vertraut anfühlt oder Sie sie dutzendfach in Alltagsgesprächen gehört haben, handelt es sich wahrscheinlich um ein Klischee. Lesen Sie Ihre Arbeit laut vor: Wenn Sie das Ende eines Satzes bereits nach der Hälfte vorhersagen können, ersetzen Sie ihn durch eine spezifischere Ausdrucksweise.
Die meisten Idiome, die in akademischen Kontexten verwendet werden, werden zu Klischees, da sie eher bildlich als wörtlich sind. In formalen Essays ist es besser, eine direkte, fachliche oder beschreibende Sprache anstelle von idiomatischen Ausdrücken zu verwenden.
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