Zum Inhalt springen

Was ist ein Selbstplagiat?

Erklärung4 Min.·Aktualisiert Mai 2024

Was ist ein Selbstplagiat?

Ein Selbstplagiat ist die Wiederverwendung der eigenen, bereits eingereichten oder veröffentlichten Arbeit in einer neuen Aufgabe ohne ordnungsgemäße Zitierung oder Genehmigung. Obwohl Sie das geistige Eigentum besitzen, betrachten akademische Einrichtungen das 'Recyceln' von Arbeiten als eine Form der akademischen Unredlichkeit, da von Aufgaben erwartet wird, dass sie für jeden spezifischen Kurs eine originäre Leistung und einen neuen Lernfortschritt enthalten.

Selbstplagiat vs. traditionelles Plagiat

Vergleichstabelle

DimensionTraditionelles PlagiatSelbstplagiat
QuelleArbeit einer anderen PersonEigene frühere Arbeit
HauptproblemDiebstahl geistigen EigentumsTäuschung über die Originalität
ZielAnerkennung für fremde IdeenVermeidung neuer Arbeit
ErkennungPlagiatssoftware (Turnitin)Institutionelle Datenbanken/Gedächtnis
RichtlinieUniversell verbotenErfordert oft Zustimmung des Dozenten
BezeichnungDiebstahlDouble-Dipping oder Recycling

Warum ein Selbstplagiat ein akademischer Verstoß ist

Die meisten Studierenden gehen davon aus, dass sie sich nicht selbst bestehlen können. Akademische Leistungen werden jedoch für den Prozess des Lernens und Erschaffens von etwas Neuem in einem spezifischen Kontext vergeben. Wenn Sie einen alten Essay für einen neuen Kurs einreichen, betreiben Sie im Grunde 'Double-Dipping' bei den Leistungspunkten. Dies täuscht den Dozenten vor, dass Sie neue Forschung betrieben und neue Argumente entwickelt haben, während Sie in Wirklichkeit die Lernanforderungen des Kurses umgangen haben. Darüber hinaus besitzen viele Fachzeitschriften und Verlage das Urheberrecht an veröffentlichten Werken, was bedeutet, dass selbst der ursprüngliche Autor sich selbst zitieren muss, um rechtliche und ethische Konflikte zu vermeiden.

Beispiele für Selbstplagiate im studentischen Schreiben

Example
Hier sehen Sie, wie ein Selbstplagiat typischerweise im Hochschulalltag aussieht, im Vergleich zum korrekten Vorgehen.

Szenario: Verwendung eines früheren Forschungsergebnisses

Example
**Die Selbstplagiat-Version:**
Ein Student kopiert zwei Absätze über die Weltwirtschaftskrise aus einem Essay, den er in einem Geschichtskurs im ersten Semester geschrieben hat, und fügt sie in eine Hausarbeit für Wirtschaftswissenschaften im dritten Studienjahr ein, ohne die frühere Arbeit zu erwähnen.

**Die korrekte Version:**
Der Student fragt den Wirtschaftsprofessor, ob er auf seinen früheren Forschungen aufbauen darf. Mit der Erlaubnis schreibt der Student den Abschnitt um, damit er in den wirtschaftlichen Kontext passt, und fügt ein Zitat hinzu: (Autor, 2022). Dies erkennt an, dass die Ideen aus einem anderen akademischen Kontext stammen.

Wie man Selbstplagiate vermeidet

Befolgen Sie diese praktischen Schritte, um sicherzustellen, dass Ihre Arbeit originell und ethisch bleibt:

  1. Behandeln Sie Ihre eigenen vergangenen Arbeiten immer wie eine externe Quelle, die ein formales Zitat erfordert.
  2. Konsultieren Sie Ihren Dozenten, bevor Sie Daten, Themen oder Texte aus einem früheren Kurs wiederverwenden.
  3. Konzentrieren Sie sich darauf, für jede Aufgabe einen neuen 'Blickwinkel' zu entwickeln, anstatt nach Wegen zu suchen, alte Inhalte wiederzuverwenden.
  4. Nutzen Sie eine Plagiatsprüfung, die Ihre Arbeit mit Ihren eigenen früheren Einreichungen vergleicht, wenn Sie sich bezüglich Ähnlichkeiten unsicher sind.
  5. Wenn Sie auf früherer Forschung aufbauen müssen, fassen Sie die alten Ergebnisse kurz zusammen und konzentrieren Sie den Großteil der neuen Arbeit auf frische Analysen.

Zitate automatisch generieren

MLA, APA und Chicago Zitate aus jeder URL oder DOI.